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Tauche ein in die Welt von Nord- und Ostsee!

Experimente & Basteln

Wenn du die Nord- und Ostsee wie richtige Meeres-Forscher*innen entdecken möchtest, brauchst du natürlich auch die passende Ausrüstung dafür. Ein paar Teile hast du vielleicht schon zu Hause (Eimer, Sandschaufel o.ä.). Und andere kannst du dir ganz leicht selber basteln. Die Anleitungen dafür findest du hier.

Außerdem findest du auf dieser Seite noch verschiedene Anleitungen für spannende Meeres-Experimente und viele tolle Ideen zum Basteln.

Als richtige Meeresforscher*in brauchst du natürlich auch die richtige Ausrüstung. Das gehört in deinen Forscher*innen-Rucksack:

  • Becherlupe
  • Kescher
  • Aquaskop
  • Eimer
  • Sandschaufel
  • Dosen oder Beutel (für deine Strandfunde)
  • Fernglas
  • Kamera
  • Notizbuch und Stift

Manches hast du davon vielleicht zu Hause. Anderes, wie Kescher und Aquaskop kannst du dir auch ganz leicht selber basteln.

Forschungsausrüstung basteln

Ein Aquaskop ist ein „Unterwasser-Gucker“. Damit kannst du unter die Wasseroberfläche schauen, ohne dass dich die Spiegelungen von der Sonne stören, und beobachten, welche Tiere und Pflanzen unter Wasser leben.

Baue dir ganz leicht deinen eigenen „Unterwasser-Gucker“.

Du brauchst:

  • eine leere Konservendose
  • einen Dosenöffner
  • dicke Klarsichtfolie
  • ein Gummiband
  • eine Schere

So geht’s:

  1. Schneide vorsichtig mit dem Dosenöffner den Boden und Deckel der Dose ab. Lass dir dabei unbedingt von einem Erwachsenen helfen, da die Kanten scharf sein können.
  2. Schneide ein Stück Klarsichtfolie zu, dass es über die Öffnung der Dose passt und noch etwa 5 cm übersteht.
  3. Spanne die Folie straff über eine Öffnung und befestige sie mit dem Gummiband.
  4. Schon ist dein Aquaskop fertig!


Hast du dich schon einmal gefragt, was so alles im Meer lebt? Mit einem Kescher kannst du kleine Wasserbewohner einfangen und sie anschließend beobachten.

Baue dir deinen eigenen Kescher.

Du brauchst:

  • einen starken Draht
  • eine alte Nylon- oder Seidenstrumpfhose
  • einen großen Stock (oder Holzstab)
  • Zange
  • Nadel
  • Faden
  • Schere
  • Gummiband

So geht’s:

  1. Biege den Draht zu einer Schlaufe. Sie sollte ungefähr die Größe eines Tellers haben.
  2. Schneide ein Bein der Strumpfhose mittig ab.
  3. Falte das offene Ende des Strumpfs einmal um die Drahtschlaufe.
  4. Nähe den Strumpf fest. So kann sie später nicht vom Draht rutschen. Lass dir dabei eventuell von einem Erwachsenen helfen.
  5. Wickle die beiden Enden der Drahtschlaufe mehrfach um den Stock und verdrehe sie abschließend mithilfe der Zange. Lass dir dabei am besten von einem Erwachsenen helfen.
  6. Tipp: Du kannst die geschlossene Seite des Strumpfs aufschneiden und ein Gummiband herumwickeln. Wenn du ein Tier gefangen hast und es genauer anschauen möchtest, löst du einfach das Gummiband. So kannst du das Tier ganz einfach in ein Beobachtungsgefäß gleiten lassen, ohne den Kescher umstülpen zu müssen.
  7. Fertig! Dein Kescher ist jetzt bereit zum Keschern.

Denk dran:
Meerestiere, die im Wasser leben, während deiner Beobachtungen unbedingt mit Wasser zum „Atmen“ zu versorgen. Nimm dafür immer frisches Meerwasser, das du in einen Eimer oder ein anderes Beobachtungsgefäß füllst. Verwende niemals Leitungswasser. Stelle das Gefäß möglichst in den Schatten, damit es nicht zu warm wird. Vergiss nicht, alle Lebewesen wieder freizulassen und an ihren Fundort zurückzusetzen, wenn du mit deinen Beobachtungen fertig bist.

Forscher*innen-Tagebuch

Halte deine Beobachtungen und Entdeckungen in einem Forscher*innen-Tagebuch oder Notizbuch fest. Schreibe Datum, Uhrzeit und Ort auf, beschreibe das Wetter, notiere, was du gefunden hast und zeichne deine Beobachtungen oder klebe ein Foto davon ein. So hast du eine tolle Erinnerung an deinen Strandausflug!

Wie schmeckt das Meer?

Wenn du schon einmal die Nordsee und die Ostsee besucht hast, hast du bestimmt schon festgestellt, dass das Nordseewasser viel salziger schmeckt als das Ostseewasser. Das Ostseewasser schmeckt fast gar nicht salzig. Warum ist das so?

In diesem Experiment kannst du das Salzwasser verschiedener Meere herstellen und untersuchen, wie sich das Wasser unterscheidet.


Achtung: Das Experiment ist ungefährlich. Du solltest das Salzwasser aber nicht trinken. Probiere stattdessen nur ein paar Tropfen des Salzwassers.

Du brauchst:

  • Salz
  • Wasser
  • 3 Messbecher oder leere 1-Liter-Flaschen
  • 4 Gläser (oder andere Gefäße)
  • einen Löffel
  • eine Waage
  • drei kleine Zettel
  • einen Stift

So geht’s:

Vorbereitung: Bevor du das Experiment durchführen kannst, musst du das Wasser für die Meere Nordsee, Ostsee und Totes Meer anmischen.

Pssst, das Tote Meer ist eigentlich gar kein richtiges Meer, sondern ein sehr großer Salzsee in Asien. Es ist eines der salzigsten Gewässer auf der Erde.

  1. Miss für jedes Meer 1 Liter Wasser mit einem Messbecher oder der Flasche ab.
  2. Wiege nun für jedes Meer die benötigten Mengen Salz ab. Wie viel du für jedes Meer brauchst, kannst du in der Tabelle sehen. Für die Nordsee sind das zum Beispiel 35 Gramm Salz.
Meerbenötigte Menge Salz
Nordsee35 Gramm
Ostsee15 Gramm
Totes Meer280 Gramm
  1. Gib das Salz in das Wasser und rühre so lange gut um, bis sich das gesamte Salz im Wasser aufgelöst hat. Notiere auf einem Zettel, den Namen des Meeres und stelle deinen Messbecher oder deine Flasche mit dem Meerwasser darauf.

Tipp: Weil im Toten Meer so viel Salz enthalten ist, dauert es ein bisschen länger, bis sich das gesamte Salz aufgelöst hat. Lass es etwas stehen und rühr immer wieder mal um. (ggf. bereitest du deine „Meere“ einfach einen Tag vorher vor und lässt sie über Nacht stehen)

  1. Nun füllst du von jedem deiner hergestellten „Meere“ etwas Wasser in ein Wasserglas. In ein viertes Glas füllst du Wasser aus dem Wasserhahn.
  2. Nun kann das Experiment losgehen!

Durchführung:

Blindtest

Nimm deine vorbereiteten Wassergläser und vertausche sie, bis du nicht mehr weißt, welches Meerwasser in welchem Glas ist.

Schau dir die Gläser nun genau an. Kannst du mit dem Auge einen Unterschied zwischen den „Meeren“ erkennen?

Geschmackstest

Mache einen Geschmackstest: Wenn du dir die „Meere“ gut angeschaut hast, probiere sie jetzt. Tauche einen Finger hinein und lecke ihn ab. Wie schmeckt das Wasser? Schmeckst du einen Unterschied zwischen den Meeren? Welches schmeckt am salzigsten? Welches schmeckt am wenigsten salzig?

Sortiere die Meere nach ihrer Salzigkeit. Fang beim Meer an, das am wenigsten salzig schmeckt. Kannst du sie nun den Meeren zuordnen? Um zu schauen, ob du alles richtig zugeordnet hast, vergleiche den Geschmack von dem Wasser aus dem Glas und dem aus der Flasche.

Experiment: Wie gut kann die Miesmuschel Wasser filtrieren?

Miesmuscheln sind kleine Kläranlagen im Meer. Sie filtern das Meerwasser und verbessern so die Wasserqualität. Eine Miesmuschel kann in einer Stunde ungefähr einen Liter Wasser filtern. Probier’s selbst aus!

Gucke den Miesmuscheln bei ihrer Filtrier-Arbeit zu!

Du brauchst:

  • 2 leere, saubere Gläser
  • 2-3 lebende Miesmuscheln (findet ihr oft schon im flachen Wasser)
  • einen kleinen Haufen schlammigen Meeresboden
  • Meerwasser

So geht’s:

  1. Gib in jedes Glas jeweils einen Esslöffel Schlamm.
  2. Füll die Gläser dann mit Meerwasser auf und rühre kräftig um.
  3. In eins der Gläser setzt du vorsichtig die Miesmuscheln.
  4. Lasse beide Gläser ruhig im Schatten stehen.
  5. Nach einiger Zeit siehst du, dass die Miesmuscheln sich öffnen und anfangen zu filtern.
  6. Bald wirst du sehen, dass das Wasser im Glas mit den Miesmuscheln deutlich klarer wird als im Glas ohne Muscheln.

Muschel-Wettrennen

Wenn eine Herzmuschel freigespült wird, kann sie sich ganz schnell wieder eingraben. Probier es doch mal selbst aus und veranstalte ein Muschel-Wettrennen.


Beobachte, wie schnell Muscheln sich wieder eingraben können!

Du brauchst:

  • einige Herzmuscheln
  • wenn du magst, andere Kinder, die mitspielen wollen

So geht’s:

  1. Grabe mit deinen Füßen einige Herzmuscheln aus. (Tipp: Halte am Boden nach zwei kleinen Löchern nebeneinander ausschau. Häufig verbirgt sich unter ihnen eine Herzmuschel)
  2. Lege die gesammelten Muscheln vorsichtig in eine Wasserpfütze in der Sonne.
  3. Nun kann das Wettrennen losgehen! Beobachte, wie sich die Herzmuscheln in den Wattboden graben. Wenn ihr zu mehreren seid, kann sich jede*r von euch eine Muschel aussuchen. Welche von ihnen ist zu erst wieder vollkommen im Boden verschwunden?

Ozeanversauerung


Der Ozean wird durch den vermehrten Ausstoß von Treibhausgasen immer saurer. Mithilfe dieses Experiments kannst du nachvollziehen, warum die Versauerung der Meere auch seinen Bewohner*innen wie zum Beispiel den Muscheln, Schnecken und Krebsen schadet.

Erfahre, wie die Versauerung der Meere einigen Tieren schadet.

Du brauchst:

  • zwei kleine Gläser
  • 50 ml Wasser
  • 50 ml Essig
  • ein paar Muschelstücke

So geht’s:

  1. Sammle am Strand einige leere, dünne Muschelschalen.
  2. Fülle das eine Glas mit Wasser und das andere mit Essig. Markiere die Gläser, damit du später noch weißt, in welchem Essig und in welchem Wasser ist. (z.B. mit einem Aufkleber oder durch Beschriften)
  3. Lege in jedes Glas ein Stück Muschelschale und beobachte, was passiert. Gibt es Unterschiede zwischen den beiden Gläsern?
  4. Stelle die Gläser an einen ruhigen Ort und lasse sie mehrere Tage stehen. Schaue immer wieder nach, ob sich die Schalen verändert haben. Nach etwa drei Tagen wirst du vermutlich erkennen können, dass sich die Muschelschalen im Essigglas komplett aufgelöst haben.

Muschelschalen bestehen aus Kalk. Die Säure im Essig beginnt die Muschelschale aufzulösen. Dabei entstehen kleine Bläschen, die nach oben steigen. Wenn du lange genug wartest, wird die Schale brüchig und löst sich irgendwann ganz auf.

Viele Meerestiere wie Muscheln, Schnecken, Krebse, Seesterne oder Korallen besitzen kalkhaltige Schalen oder Skelette. Die Ozeanversauerung löst diese Schalen und Skelette langsam auf und erschwert die Kalkbildung und das Wachstum der Tiere.

Natürlich ist der Ozean nicht so sauer wie der Essig in diesem Experiment. Aber dennoch macht dieser kleine Versuch sichtbar, was bei der Versauerung der Ozeane passiert.

Seepocken-Experiment

Wenn du Seepocken findest, sind es meist nur ihre geschlossenen oder leeren Kalkschalen. Wenn die Seepocken trocken fallen, verschließen sie ihre Schalen, um ihren Körper darin vor Fressfeinden zu verstecken und sich vorm Austrocknen zu schützen. Unter Wasser öffnen sie die Schalen wieder und strecken ihre Fangarme aus. Mit ihren Fangarmen strudeln sie nämlich ihre Nahrung heran. In diesem Experiment kannst du beobachten, wie das aussieht.

Beobachte die Seepocken unter Wasser!

Tipp: Seepocken wachsen oft am Ufer, z.B. auf Steinen oder Holzpfählen. Wenn das Wasser über die Seepocken schwappt und du ganz genau hinschaust, kannst auch dort beobachten, wie sie für einen kurzen Moment ihre Fangarme ausstrecken und schnell wieder einziehen. Versuch’s doch mal!

Du brauchst:

  • eine Becherlupe oder ein leeres Glas
  • einen Stein oder eine Muschel mit Seepocken darauf
  • Meerwasser

So geht´s:

  1. Suche am Meer nach Steinen oder Muscheln, die mit Seepocken bewachsen sind. Achte darauf, dass die Seepocken kein Loch in der Mitte haben. Das bedeutet nämlich, dass die Schalen leer sind und keine Seepocke mehr darin lebt.
  2. Fülle die Becherlupe oder das Glas mit kaltem, frischem Meerwasser und lege die Muscheln oder Steine mit den Seepocken hinein.
  3. Stelle dein Gefäß an einen ruhigen und schattigen Platz.
  4. Nun ist deine Beobachtungsgabe und etwas Geduld gefragt! Siehst du, wie sich nach einiger Zeit die Schalen der Seepocken öffnen und sie ihre Fangarme herausstrecken?
  5. Wenn du mit deinen Beobachtungen fertig bist, bringe die Seepocken wieder an den Ort zurück, wo du sie gefunden hast.

Strandbild

Hast du schon einmal etwas von Land Art gehört? Dabei kannst du mit nur wenigen Dingen aus der Natur ein kleines Kunstwerk erschaffen und das ganz ohne Stift und Papier. Probier´s doch auch mal aus!

Du brauchst:

  • Strandgut zum Gestalten
  • Kamera zum Fotografieren deines Bildes

So geht`s:

  1. Suche am Strand nach Gegenständen, mit denen du dein Bild legen möchtest. Das können Muscheln, Steine, Stöcke, angeschwemmte Algen, Federn oder anderes Treib- und Strandgut sein.
  2. Lege mit den gesammelten Dingen nun ein Bild. Wie wäre es mit einem Meerestier? Werde kreativ und lass deiner Fantasie freien Lauf.
  3. Ist dein Bild fertig? Mache mit der Kamera ein Foto vom Bild, um es als Erinnerung festzuhalten.

Bunte Muscheln und Steine

Bemalte Muscheln und Steine sehen nicht nur schön aus, sondern es bringt auch jede Menge Spaß, sie selber zu gestalten. Obendrein kannst du mit ihnen dein Zuhause verschönern und hast so immer ein Andenken an den Strand bei dir. Probier´s auch aus!

Du brauchst:

  • Muscheln und Steine
  • Pinsel
  • Wasserfarben

So geht`s:

  1. Sammle am Strand einige Muscheln und Steine.
  2. Bemale deine Fundsachen nun mit den Wasserfarben und verleihe ihnen zum Beispiel ein lustiges Gesicht oder ein buntes Muster. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!
  3. Lasse sie anschließend gut trocknen.

Müll – Skulptur

Kreativ werden und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun, das geht ganz einfach. Am Strand liegt viel Müll herum und der ist gefährlich für viele Tiere. Es ist wichtig, dass Menschen den Müll am Strand einsammeln, bevor er ins Meer gelangt. Sammel bei deinem nächsten Strandspaziergang den Müll, den du findest, ein. Schau ihn dir genau an. Was hast du da alles gefunden? Welche Formen und Farben hat der Müll? Wo kommt er vielleicht her?

Jetzt kommt die Kreativität ins Spiel: Versuch nun eine Skulptur aus dem gefundenen Müll zu bauen. Deiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Vielleicht kannst du einen Turm daraus bauen? Oder vielleicht eine Krabbe basteln? Wenn du fertig bist, mach ein Foto von deiner Skulptur. Wenn du noch mehr Müll-Skulpturen baust, hast du am Ende eine große Bildergallerie voller Müll-Skulpturen.

Wichtig: Entsorge den Müll anschließend in einem Mülleimer am Strand oder zu Hause.