BUNDjugend  

Stadt.Land.Dorf

Im Projekt Stadt.Land.Dorf geht es um das nachhaltige Leben in Theorie und Praxis - und eben auch in Stadt, Land und Dorf. Durch Exkursionen, Wochenendcamps, einen Podcast und einen Filmwettbewerb nähern wir uns der Antwort auf die Frage, wie das nachhaltige Leben praktisch umsetzbar ist.

Filmwettbewerb

WORUM GEHT’S?

Wir suchen eure Zukunftsvision! Die Folgen des Klimawandels und unseres Ressourcenverbrauchs werden sich in Zukunft immer mehr auf unser Leben auswirken. Welche Herausforderungen bringt das für das Leben in der Stadt oder auf dem Land mit sich? Wie können wir in Zukunft damit umgehen? Und wie sieht das Leben dort in Zukunft aus? Zeigt es uns in einem Kurzfilm.

Lasst eurer Kreativität freien Lauf und nehmt uns mit in das Dorf oder die Stadt eurer Träume. Wie sähe es dort aus? Wie kann eure Stadt oder euer Dorf nachhaltiger werden? Wie soll eure Stadt oder euer Dorf aussehen, damit ein gutes Leben für alle möglich ist? Welche Orte in eurem Dorf oder in eurer Stadt würdet ihr gerne verändern?

Zeigt uns gerne an Beispielen vor Ort, wie eure Vision von einem nachhaltigen und zukunftssicheren Leben in eurer Region aussieht. Gibt es vielleicht autofreie Innenstädte und sonst nur noch Elektroautos auf den Straßen? Sind alle Hausdächer begrünt oder gibt es vielleicht Vertical Gardening an den Hauswänden? Was fällt euch sonst so ein?

Also los, schnappt euch eure Kamera und macht mit. Wir suchen spannende, kreative, lustige oder dramatische Filme mit coolen Ideen. Egal ob Spielfilm, Reportage, Doku, Musikvideo, Interview oder Animationsfilm – es gibt keine Vorgaben an das Genre oder die Machart des Films. Einziges Kriterium, der Film darf nicht länger als 5 Minuten (ohne Abspann) sein und es muss ein klarer Bezug zum Thema erkennbar sein. Teilnehmen könnt ihr allein oder in der Gruppe, zum Beispiel mit Freund*innen oder eurer Schulklasse. Alle, die ihren Film bis zum 15. Februar 2024 einreichen, haben die Chance tolle Preise im Gesamtwert von ca. 750 € zu gewinnen.

Wir sind schon ganz gespannt auf eure Filme und freuen uns auf eure Ideen und Wünsche für die Stadt oder das Dorf von Morgen!

DREHT EUREN KURZFILM

WIE KÖNNT IHR MITMACHEN?

Lasst eurer Kreativität freien Lauf und zeigt uns in einem Kurzfilm wie unsere Städte und Dörfer zukünftig aussehen sollen, um allen Menschen ein gutes und nachhaltiges Leben zu ermöglichen. Egal ob witzig, skurril, informativ oder dramatisch, euren kreativen Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

Wenn ihr mitmachen wollt, meldet euch am besten mit einer kurzen und formlosen Mail an filmwettbewerb@bundjugend-sh.de für den Filmwettbewerb an.

WER DARF MITMACHEN?

Bei unserem Kurzfilmwettbewerb können alle unter 27, die in Schleswig-Holstein leben und Lust haben einen eigenen Film zu drehen, teilnehmen. Egal, ob ihr schon Erfahrungen im Filmen habt oder nicht. Wir suchen keine hochprofessionellen Hollywood-Blockbuster, sondern kreative, neue und ungesehene Ideen mit Leidenschaft und Engagement.

Ob ihr allein oder im Team, zum Beispiel mit einer Gruppe Freund*innen oder mit eurer Schulklasse mitmacht, ist euch überlassen. Die Teilnahme von Schüler*innen oder studentischen Filmteams ist ausdrücklich erwünscht.

WELCEH VORGABEN GIBT ES?

Der Film darf nicht länger als 5 Minuten (ohne Abspann) sein. Ansonsten gibt es keine weiteren Vorgaben an das Genre oder die Machart des Films.

MITMACHEN LOHNT SICH

Bei der öffentlichen Premieren- und Preisverleihungsveranstaltung (vrsl. im Februar, Termin folgt noch) werden die Filme auf großer Leinwand gezeigt und die besten von einer Jury ausgezeichnet. Außerdem wird live vor Ort auch ein Publikumspreis vergeben. Die Preisträger*innen können sich über Gutscheine ihrer Wahl im Gesamtwert von 750 € freuen. Zur Auswahl stehen beispielsweise Gutscheine von:

  • Foto Koch → Spezialist für Foto, Video und Zubehör
  • Globetrotter → Outdoor-Ausrüster mit Verleih-Service und Second-Hand-Angeboten
  • Avocadostore → Online-Shop für faire Mode und nachhaltige Produkte
  • Armed Angels → Modelabel für Fair Fashion
  • Grundstoff → Online Shop für Kleidung aus fairer Produktion
  • Final Escape → Live Escape Game Anbieter in Flensburg, Kiel und Lübeck
  • eurer lokalen Buchhandlung

WIE REICHT IHR EUREN FILM EIN?

Schickt uns eine Mail an filmwettbewerb@bundjugend-sh.de und stellt uns euren fertigen Film als Datei (im Format .mp4, .mov oder .avi) per Downloadlink, zum Beispiel mit dem kostenlosen Online-Tool WeTransfer (max. 2 GB), zur Verfügung.

Wichtig: neben eurem Film benötigen wir von euch auch das ausgefüllte Teilnahmeformular mit dem Titel und einer kurzen Beschreibung eures Films. Außerdem benötigen wir euer Einverständnis für die öffentliche Vorführung sowie die Veröffentlichung eures Films auf unserer Homepage und unseren Social Media Kanälen (Instagram, Facebook, YouTube) und eine unterschriebene Einverständniserklärung für alle Personen, die vor der Kamera zu sehen sind. Diese könnt ihr uns gerne einscannen oder abfotografieren und auch per Mail schicken.

Den Eingang eures Films bestätigen wir euch per Mail.

Hier könnt ihr euch alle Dokumente, die ihr für die Teilnahme benötigt, downloaden:

WIE LANGE HABT IHR ZEIT?

Die Einsendefrist für eure Filme ist der 15.02.2024.

BITTE DRAN DENKEN

1. Verwendet nur Filmmaterial, bei dem ihr alle Rechte für Bild und Ton besitzt. Wenn ihr ganz sicher gehen wollt, dreht euer Filmmaterial selbst.

2. Nutzt bitte nur Lizenzrechte freie Musik oder Musik unter eine Creative Commons Lizenz und KEINE urheberrechtlich geschützte Musik. Lizenzgebühren freie Musik gibt es beispielsweise in der Audiobibliothek von YouTube (hierfür ist ein YouTube-Konto nötig) oder auch bei Pixabay.

3. Verwendet keine urheberrechtlich geschützten Fotos oder Videos. Lizenzgebühren freies Material gibt es zum Beispiel auf Pixabay, Pexels oder Unsplash etc.

4. Alle Personen, die im Film zu sehen sind, müssen eine Einverständniserklärung unterschreiben. Minderjährige benötigen zusätzlich eine Unterschrift einer gesetzlichen Vertretungsperson bzw. eines Erziehungsberechtigten. Die unterzeichnete Einverständniserklärung müsst ihr zusammen mit dem Film abgeben.

5. Die Filme dürfen keine Urheber-, Marken- oder Nutzungsrechte Dritter verletzen. Außerdem dürfen die Inhalte der Filme nicht rassistisch, beleidigend, diskriminierend, sexistisch, pornografisch, rechtsradikal, strafbar oder auf andere Art verwerflich sein.

FAQS

Ihr habt noch Fragen? Dann werdet ihr hoffentlich hier fündig. Ansonsten meldet euch gerne bei uns und schreibt uns eine Mail an filmwettbewerb@bundjugend-sh.de

Brauche ich Profi-Equipment, wie eine spezielle Kamera oder andere Technik, zum Filmen?

Nein. Wir suchen keinen Hollywood-Blockbuster. Am besten ist immer die Kamera, die ihr zur Hand habt. Ihr braucht also kein Profi-Equipment. Inzwischen lassen sich auch schon mit dem Handy richtig gute Videos aufnehmen oder vielleicht habt ihr auch eine Digitalkamera oder Action-Cam zu Hause.

Gibt es bestimmte Vorgaben für den Film?

Der Film darf nicht länger als 5 Minuten (ohne Abspann) sein und sollte inhaltlich zum Wettbewersthema „Deine Utopie für Stadt und Dorf“ passen. Ansonsten gibt es keine weiteren Vorgaben. Lasst einfach eurer Kreativität freien Lauf. Wir freuen uns auf eure Ideen.

Gibt es Vorgaben zur Machart oder welchem Genre der Film angehören soll?

Nein. Bei der Wahl des Filmgenres und der Machart seid ihr vollkommen frei. Egal ob Stop-Motion oder Trickfilm, Musikvideo, Reportage, Dokumentation oder Interview, Spielfilm oder Erklärfilm, lasst eure Kreativität spielen und tobt euch aus. Wir sind schon ganz gespannt auf eure Ideen.

Wie schneide ich meinen Film? Brauche ich daür ein teures (Profi-)Programm oder gibt es auch gute, kostenlose Alternativen?

Nein. Für die Bearbeitung und den Schnitt eures Films müsst ihr euch keine teure Profi-Software, wie zum Beispiel Adobe Premiere Pro o.ä., kaufen. Denn es gibt einige kostenlose Alternativen, die super funktionieren und vollkommen ausreichend sind. Das sind zum Beispiel:

  • Shotcut → gutes und kostenloses Open Source Programm für den Videoschnitt mit allen wichtigen Funktionen und auf jeden Fall auch für Anfänger*innen geeignet. Gibt es für die Betreibssysteme Windows, MacOS oder auch Linux. Hier geht es zum Download
  • iMovie → ein Programm von Apple, das in der Regel auf allen Apple Geräten vorinstalliert ist
  • DaVinci Resolve → umfangreiche und kostenlose Profisoftware für Videoschnitt und Colorgrading. Für Einsteiger*innen vermutlich etwas überfordernd, aber geeignet für alle, die schon etwas mehr Erfahrungen haben oder Lust haben ganz tief einzusteigen 😉 Hier gehts zum Download. Aber Achtung: es gibt auch eine Kaufversion, diese hat noch mehr Funktionen und heißt DaVinci Resolve Studio. Also nicht verwechseln 😉

Wo finde ich Musik für meinen Film?

Wenn ihr Musik in eurem Film nutzen möchtet, die ihr nicht selbst komponiert habt, müsst ihr die Urheberrechte beachten. In Deutschland verwaltet die GEMA die Musik von zahlreichen Künstler*innen und erhebt Gebühren, wenn die urheberrechtlich geschützten Werke öffentlich zum Einsatz kommen (z.B. in einem Film, den ihr bei YouTube hochladet, Musik, die auf einem Vereinsfest gespielt wird o.ä.). Ihr dürft in eurem Film also nicht einfach so euren Lieblingssong verwenden.

Es gibt aber Plattformen, auf denen Künstler*innen ihre Musik unter bestimmten Lizenz-bzw. Nutzungsbedingungen (oft Creative Commons) kostenlos zur Verfügung stellen. Das bedeutet, ihr dürft die Musik unter den angegebenen Bedingungen kostenlos für eurer Projekt verwenden. Solche Bedingungen können beispielsweise sein, dass ihr den Nahmen des*der Künstler*in nennen müsst, dass ihr die Musik nicht für gewerbliche und kommerzielle Projekte nutzen, also kein Geld damit verdienen dürft oder dass ihr das Musikstück nicht verändern dürft. Wenn ihr solche Musik verwendet, lest euch also auch immer unbedingt die Nutzungs- und Lizenzbedingungen durch!

Kostenlose Musik findet ihr beispielsweise auf folgenden Plattformen:

  • YouTube Music Audio Bibliothek → Zugriff auf kostenlose Musik aus der YouTube Audio-Mediathek nach Anmeldung bei YoutTube Studio. Hierfür benötigt ihr ein Konto bei YouTube! Hier geht es zur YouTube Audio Music Bibliothek (Bibliothek öffnet sich nach Anmeldung bei YouTube/Google) und hier findet ihr Infos zur Verwendung der YouTube Audio-Mediathek
  • AUDIOYOU → eine nicht-kommerzielle Plattform für u.a. Medienbildung. Dort findet ihr in der Audiothek Musikstücke oder Geräusche und Soundeffekte, die ihr für eure nicht-kommerziellen Projekte verwenden dürft. Tonstücke aus den Katergorien FREE MUSIC, FREE SOUNDS und FIELDRECORDING dürfen auch für eigene Projekte weiterverarbeitet, also zum Beispiel gekürzt, werden. Um Tondateien herunterladen zu können, müsst ihr euch einen kostenlosen Account anlegen. Hier findet ihr alle Infos zu Fragen und den Nutzungsbedingungen.
  • Pixabay → neben kostenlosen und lizenzfreien Fotos und Videos findet ihr hier auch Musikstücke und Soundeffekte. Hier geht’s zur Pixabay-Musik und hier zu den Pixabay-Soundeffekten. Hier findest du eine Übersicht über die Nutzungs- und Lizenzbedingungen.
  • Incompetech → Royalty-Free Music unter einer Creative Common Lizenz. Das heißt, ihr könnt die Musik kostenlos für euren Film verwenden, müsst aber einen Credit/Verweis angeben, woher die Musik stammt und dass sie unter einer Creative Common Lizenz steht (z. B, im Abspann eures Films). Hier geht zur Musikbibliothek von Incompetech und hier findet ihr noch einmal ein paar Infos zu den Nutzungsbedingungen.

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Ideen für die Welt von morgen

Hier findet ihr ein paar Inspirationen für die Welt von morgen. Denn Visionen für eine nachhaltige Zukunft gibt es viele und einige davon sind vielleicht gar nicht so weit weg oder werden sogar heute schon umgesetzt. Daher stellen wir euch hier fünf Projekte in verschiedenen Ländern der Welt vor, die sich bemühen einen Beitrag für nachhaltigere Zukunft zu leisten.

Ciclovía -Bogotá, Kolumbien

Jeden Sonntag werden in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá 127km Straße gesperrt und für Fußgänger*innen und Fahradfahrer*innen frei gegeben. Die Straßen bilden ein Netz aus zehn Hauptachsen und 45 Nebenachsen, auf denen mehrere Rundwege möglich sind. Die erste Ciclovía gab es im Jahr 1974. Inzwischen haben fast alle Einwohner*innen Bogotás innerhalb von zehn Minuten Anschluss an eine Schnittstelle der Ciclovía. Ins Leben gerufen wurde das Projekt um die Bewohner*innen zu mehr Aktivität zu animieren und die Luft- und Lebensqualität in Bogotá zu verbessern.

Denn auch in Bogotá staut sich täglich der Verkehr und verschmutzt die Luft. Und das obwohl in der Stadt noch mehr passiert als die Ciclová. Mit dem Prinzip „Pico y Plata“ bestimmt die letzte Zahl des Kennzeichens an welchen ein Auto in der Stadt fahren darf. Ähnliches gibt es auch in anderen Städten in denen versucht wurde das tägliche Verkehrchaos in den Griff zu bekommen. In Bogotá stauen sich dennoch weiterhin die Fahrzeug – denn Pico y Plata gilt nicht für Motorräder. Diese sind aber ein sehr beliebtes Fahrzeug für den Individualverkehr. Aber Bogotá hat sich noch weitere Ziele gesetzt – spätestens 2040 sollen keine Fahrzeuge mehr in der Stadt fahren, die mit fossilen Treibstoffen betrieben werden.

Umbau zur Schwammstadt – Kopenhagen, Dänemark

Viel Regen auf einmal oder lange Zeiten ohne Regen werden im Laufe des Klimawandels immer häufiger. Eine Möglichkeit, sich diesen Folgen des Klimawandels anzupassen ist der Umbau zur Schwammstadt. Und hier ist kaum eine europäische Stadt so weit wie Kopenhagen. Im Viertel „Østerbro“ wurden Straßen aufgerissen, Parkanlagen und Regenrückhaltebecken gebaut und quasi das ganze Viertel so umgestaltet, dass Wasser gespeichert und langsam in die Umgebung abgegeben werden kann.

Grund hierfür ist, das viel Wasser, wie z.B. bei starkem Regen, die Kanalisation überfordert und dann nicht mehr abfliesst, sondern die Stadt unter Wasser setzt. So passiert in Kopenhagen 2011. Damit dies nicht noch einmal vorkommt wird Kopenhagen nun also Schwammstadt. Ein weiterer Vorteil ist, dass das gespeicherte Wasser in Dürrezeiten helfen kann, die Folgen abzumildern.

Davon abgesehen wirken sich die vielen Grünanlagen positiv auf das Stadtklima und die Lebensqualität der Bewohner*innen aus. Praktisch sieht das Ganze so aus, dass z.B. Hockeyfelder eingemauert sind und bei Bedarf geflutet werden können. Oder Grünflächen tiefer liegen als die Straßenoberfläche und im Ernstfall zum temporären Teich werden können. In den nächsten Jahren soll nicht nur das Viertel Østebro eine kleine Schwammstadt sein sondern ganz Kopenhagen zur Schwammstadt werden. Und damit vorbereitet sein, für die Folgen des Klimawandels.

Green City – Kigali, Ruanda

In Ruandas Hauptstadt Kigali soll ein neues Stadtviertel entstehen, in dem nach nachhaltigen Kriterien gebaut wird. In Kigali herrscht Wohnraummangel, insbesondere im niedrigen bis mittleren Preissegment gibt es kaum Wohnraum. Die „Green City“ soll ein ein erster Schritt auf dem Weg zur Besserung sein. Entstehen sollen 1680 Wohnungen mit relativ niedrigen Mieten. Verwendet werden sollen kohlenstoffarme und lokale Baustoffe.

Neben den Wohnungen sollen zahlreiche Grünanlagen sowie weitere Einrichtungen des öffentlichen Lebens gebaut werden. Des Weiteren soll der Stadttteil eine eigene Kläranlage, ein Trinkwasserreservoir sowie Solarpanele zur Energieerzeugung bekommen. Einziges Problem ist, dass auf dem Gebiet, auf dem das Viertel entstehen soll, informelle Landwirtschaft betrieben wird, d.h. Menschen bauen dort Essen an und erwirtschaften ihren Lebensunterhalt. Dies wird im Zuge der Baumaßnahmen beendet werden.

Neben dem ehrgeizigen Bauprojekt bemüht sich der Staat Ruanda generell um eine Verbesserung des Umweltschutzes. In Ruanda (und in 34 weiteren afrikanischen Staaten) sind Plastiktüten verboten. Es gibt dennoch Plastik im Land, welches an den lokalen Müllkippen recycelt und dann weiter verwendet wird. Woher der Plastikmüll ursprünglich kommt, ist oft unklar.

In Sachen Abfallentsorgung gibt es dennoch Fortschritte, denn es gibt sowohl Mülltrennung als auch eine Müllabfuhr. Diese kostet allerdings Geld, sodass manche Menschen weiterhin ihren Müll im Garten verbrennen, obwohl dies verboten ist. Ein weiterer Baustein ist die Energieversorgung. Momentan werden ca. 30% der Energie des Landes durch die Verbrennung von Diesel erzeugt. Dies soll sich durch den Ausbau der Wasserkraft und vermehrte Energieimporte z.B. aus Uganda ändern.
Allen in allem tut sich in Ruanda einiges in Sachen Umweltschutz. Und dass, obwohl das Land nur einen CO2 Ausstoß von 0,08t/Person hat und zahlreiche weitere Herausforderungen vor allem sozialen Bereich bewältigen muss.

20-Minuten-Stadt – Pearl District,Portland, USA

Portland gilt als eine der grünsten Städte der USA und zeichnet sich vor allem durch seine Rad – und Fußwegeinfrastruktur aus. Diese ist in neueren Stadtvierteln besonders gut ausgebaut.

So auch im Pearl District, einem ehemaligen Industriebezirk, der in eine Wohn – und Geschäftsviertel umgewandelt wurde. Hier gilt das Konzept der 20-Minuten-Stadt. Alle Einrichtungen des öffentlichen Lebens wie z.B. Park, Arzt, Bushaltestelle oder Supermarkt sind von jedem Ort innerhalb von 20 Fuß- oder Fahrradminuten erreichbar.

Auch in Sachen Wassernutzung macht Portland von sich reden. Zahlreiche Gebäude und Grünanlagen sind so gebaut, dass sie Regenwasser speichern können. An einigen Gebäuden der Universität wird dieses Wasser nach einem Reinigungsprozess z.B. zum Spülen der Toiletten verwendet. In Privathaushalten ist die Wasserspeicherung ebenfalls weit verbreitet. Etwa 50.000 Haushalte verfügen über private Wasserspeicher und entlasten damit bei Regen die Kanalisation. Alles in allem gilt Portland in den USA als Vorzeigestadt für nachhaltige Stadtentwicklung

Fassadenbegrünung – Singapur

Singapur ist eine dicht besiedelte Stadt, in der dennoch viel Wert auf Grün gelegt wird. Jeder Quadratmeter, der bei durch Bauvorhaben versiegelt wird, muss durch Begrünung am Gebäude kompensiert werden. So entstehen kunstvolle Fassadengärten wie z.B. am Hotel Parkroyal. Möglich ist dies aufgrund des tropischen Klimas, dass genug Feuchtigkeit spendet um den Pflanzen Wachstum zu ermöglichen.

Neben den grünen Fassaden gibt es in Singapur zahlreiche Parkanlagen in denen z.T. mehrstündige Wanderungen möglich sind. Ein touristisches Highlight sind die „Superbäume“, über 20m hohe künstliche Bäume aus Stahl. Sie fungieren als Wasserspeicher und verfügen außerdem über Solarkollektoren, mit denen sie die Gewächshäuser der Anlage sowie die abendliche Lichtshow mit Energie versorgen.

Weitere Maßnahmen zum Umweltschutz in Singapur betreffen den Autoverkehr. Zulassungen sind limitiert und werden über Bieterverfahren vergeben. Das führt dazu, das eine Autozulassung über 70.000 € kosten kann. Gleichzeitig ist der öffentliche Nahverkehr sehr günstig. Dies führt dazu, dass in Singapur gemessen an der Bevölkerungsdichte recht wenig Autos unterwegs sind. Singapur plant außerdem bis 2050 rechnerisch CO2 neutral zu sein. Dies betrifft auch die staatseigene Fluggesellschaft. Alles in allem hat Singapur diverse Vorhaben bereits umgesetzt und verfolgt ehrgeizige Ziele. Erleichtert wird dies durch die zahlreichen Verbote mit entsprechenden Strafen bei Umweltvergehen und die dazugehörige Überwachung.