Tiere & Pflanzen
Muscheln & Schnecken
Hier gibt es bald noch mehr zu entdecken!
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Muscheln und Schnecken gehören zu den Weichtieren. Wie der Name schon sagt, ist ihr Körper weich. Das bedeutet aber auch, dass sie sich leicht verletzen können. Die meisten von ihnen tragen deshalb immer eine Schale oder ein Haus mit sich herum, die sie schützen.
Muscheln
Muscheln haben als schützende Hülle zwei Schalen, die sie mit ihren Muskeln öffnen und schließen können. Dadurch können sie sich ihrer Umgebung anpassen. In sauberen Gewässern öffnen sie ihre Schalen. Dann nehmen sie nämlich Sauerstoff und Nahrung auf. Einige von ihnen können auch einen Schlauch ausstülpen, mit dem sie Wasser einsaugen. Dieser wird Sipho genannt. Das aufgesaugte Wasser wird zu ihren Kiemen transportiert, wo sie ihre Nahrung, herausfiltern. Beim Filtern säubern sie das Wasser. Sind die Schalen hingegen geschlossen, weist das oft auf ein verschmutztes Gewässer hin. Muscheln sind somit auch ein wichtiger Anzeiger für die Wasserqualität. Muscheln schließen aber auch dann ihre Schalen, wenn sie sich außerhalb des Wassers befinden. Dadurch können sie sich vor dem Austrocknen schützen. Muscheln leben an ganz unterschiedlichen Orten. Manche graben sich im Meeresboden ein, zum Beispiel die Herzmuschel oder die Sandklaffmuschel. Andere, wie die Miesmuschel oder die Pazifische Auster kleben sich hingegen an harten Untergründen fest.
Miesmuschel
Miesmuscheln sind kleine Kläranlagen im Meer. Sie filtern das Meerwasser und verbessern so die Wasserqualität. Eine Miesmuschel kann in einer Stunde ungefähr einen Liter Wasser filtern. Probier’s selbst aus!
Gucke den Miesmuscheln bei ihrer Filtrier-Arbeit zu!
Du brauchst:
- 2 leere, saubere Gläser
- 2-3 lebende Miesmuscheln (findet ihr oft schon im flachen Wasser)
- einen kleinen Haufen schlammigen Meeresboden
- Meerwasser
So geht’s:
- Gib in jedes Glas jeweils einen Esslöffel Schlamm.
- Füll die Gläser dann mit Meerwasser auf und rühre kräftig um.
- In eins der Gläser setzt du vorsichtig die Miesmuscheln.
- Lasse beide Gläser ruhig im Schatten stehen.
- Nach einiger Zeit siehst du, dass die Miesmuscheln sich öffnen und anfangen zu filtern.
- Bald wirst du sehen, dass das Wasser im Glas mit den Miesmuscheln deutlich klarer wird als im Glas ohne Muscheln.
Herzmuschel
Wenn eine Herzmuschel freigespült wird, kann sie sich ganz schnell wieder eingraben. Probier es doch mal selbst aus und veranstalte ein Muschel-Wettrennen.
Video von sich eingrabender Muschel
Quelle: YouTube – Nationalpark-Haus Baltrum
Beobachte, wie schnell Muscheln sich wieder eingraben können!
Du brauchst:
- einige Herzmuscheln
- wenn du magst, andere Kinder, die mitspielen wollen
So geht’s:
- Grabe mit deinen Füßen einige Herzmuscheln aus. (Tipp: Halte im Boden nach zwei kleinen Löchern nebeneinander ausschau. Häufig verbirgt sich unter ihnen eine Herzmuschel)
- Lege die gesammelten Muscheln vorsichtig in eine Wasserpfütze in der Sonne.
- Nun kann das Wettrennen losgehen! Beobachte, wie sich die Herzmuscheln in den Wattboden graben. Wenn ihr zu mehreren seid, kann sich jede*r von euch eine Muschel aussuchen. Welche von ihnen ist zu erst wieder vollkommen im Boden verschwunden?
Schnecken
Die meisten Schnecken tragen immer ein Haus bei sich. Damit schützen sie ihren weichen Körper und all die wichtigen Organe, die die Schnecke zum Überleben braucht. Viele von ihnen können das Haus zusätzlich mit einem Deckel an ihrem Fuß verschließen, sobald sie sich darin verkrochen haben. Das machen Schnecken zum Beispiel, wenn es sehr trocken ist oder wenn sie eine Gefahr lauern. Schnecken haben kein Gebiss, wie wir Menschen. Damit sie trotzdem ihre Nahrung, aufnehmen können, haben sie eine Zunge, die mit vielen kleinen Zähnchen besetzt ist. Das macht ihre Zunge ganz rau, sodass die Schnecken mit ihr Algen und anderes Material vom Boden abraspeln können