Tiere & Pflanzen
Vögel
Hier gibt es bald noch mehr zu entdecken!
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Schau gerne später wieder vorbei – es gibt bestimmt bald etwas Neues zu entdecken!
Am Meer kannst du viele Vögel beobachten. Sie finden dort reichlich Nahrung und Brutplätze. Viele von ihnen verbringen das ganze Jahr am Meer. Einige sind nur zu Gast. Zugvögel machen hier eine Rast. Hier finden sie reichlich Nahrung. Vor allem das Wattenmeer ist mit vielen ihrer Leibspeisen bestückt. Sobald sie sich gestärkt haben, ziehen sie zu ihrem Brutgebiet oder ihrer Winterheimat weiter
Wie klingen die Vögel?
Silbermöwe
Ruf der Silbermöwe
Quelle: Wikimedia
Lachmöwe
Vogelschnäbel
Auf der Erde gibt es viele verschiedene Vögel. Sie sehen nicht nur alle anders aus, sondern haben auch ganz unterschiedliche Schnabelformen. Manche sind kurz und spitz, andere lang und krumm. Je nachdem welche Form ein Schnabel hat, verrät er dir, wovon sich der Vogel ernährt und wie er seine Nahrung sammelt. Auch an der Nordsee und der Ostsee kannst du viele Vögel mit unterschiedlichen Schnabelformen entdecken.
Stocher-Schnabel
Stocher-Schnäbel sind im Vergleich zur Körpergröße des Vogels sehr lang. Mit diesem Schnabel stochern die Vögel im weichen Boden herum, um nach Nahrung zu suchen, die in der Erde vergraben ist.
Eine der Vogelarten im Wattenmeer mit Stocher-Schnabel sind Alpenstrandläufer. Ihr Schnabel ist schwarz und leicht nach unten gebogen. Mit diesem suchen sie im Schlick nach Ringelwürmern und Muscheln. Die gehören nämlich zu ihren Leibspeisen.
Mit ihrem Schnabel können Alpenstrandläufer die vergrabenen Würmer und Muscheln ertasten und so blind verfolgen Wenn du schon einmal eine Wattwanderung gemacht hast, sind dir vielleicht auch kleine, etwa erbsengroße Löcher im Boden aufgefallen. Das sind die Stellen, an denen die Alpenstrandläufer nach Nahrung gesucht haben.
Auch Säbelschnäbler haben einen Stocher-Schnabel. Er ist schwarz und an der Spitze auffällig nach oben gebogen. Diese Form ist wichtig für die Säbelschnäbler, um ihre Nahrung zu fangen. Dafür tauchen sie ihren Schnabel ins seichte Wasser oder den schlammigen Boden und pendeln damit hin und her.
Das wird auch „Säbeln“ genannt. Durch das Säbeln werden zum Beispiel kleine Krebstiere, Larven, Insekten, Wattwürmer, Jungfische, Muscheln und Schnecken aufgescheucht und wandern so direkt in den Schnabel der Säbelschnäbler.
Das Säbeln
In diesem Video siehst du, wie das aussieht, wenn Säbelschnäbler säbeln.
Quelle: YouTube – NaturWelten KUNST & MEER
Löffelschnabel
Der Löffelschnabel sieht aus wie ein Löffel. Er hat einen schmalen „Stiel“ und wird zur Spitze hin immer breiter.
Löffler haben einen solchen Löffelschnabel. Er ist schwarz, mit einer gelben Spitze. Ähnlich wie der Säbelschnäbler pendeln auch Löffler mit ihrem Schnabel im Wasser hin und her. Dabei werden kleine Tiere aufgewirbelt, die sie dann verspeisen können.
In der breiten Spitze des Schnabels befinden sich viele Tastsinneszellen. Mit ihnen können sie die aufgescheuchten Tiere besonders gut wahrnehmen.
Spezial-Schnabel
Manche Vögel haben auch ganz besondere Schnäbel, die kein anderer Vogel hat.
Silbermöwen zum Beispiel haben einen einzigartigen Schnabel. Ihr Schnabel ist sehr kräftig und hat ein spitzes Ende. Damit können sie harte Schalen wie die von Krebsen aufbrechen. Wenn du schon einmal eine Silbermöwe gesehen hast, ist dir vielleicht der rote Fleck auf der Unterseite des Schnabels aufgefallen.
Das ist der Gonysfleck. Man nennt ihn auch Bettelfleck. Wenn Möwenküken gegen den roten Fleck an den Schnäbeln ihrer Eltern picken, regt das den Fütterungsreflex der Möweneltern an. Sie würgen dann die Nahrung für die Küken hervor.
Auch Austernfischer haben einen speziellen Schnabel. Der rote, eher lange Schnabel kann sich nämlich an die Nahrungsvorlieben eines Austernfischers anpassen. Anhand des Schnabels erkennst du also, auf welche Nahrungsquelle sich ein Austernfischer spezialisiert hat.
Austernfischer, die vorwiegend Miesmuscheln und Schnecken fressen, haben eine verkürzte und abgestumpfte Schnabelspitze. Damit können sie die harten Schalen ihrer Nahrung aufbrechen. Wenn sie vor allem Herzmuscheln fressen, haben sie einen flachen und spitzen Schnabel. Austernfischer, die so einen Schnabel haben, stoßen damit blitzschnell in leicht geöffnete Herzmuscheln,sodass sich die Muscheln komplett öffnen. Austernfischer, die sich auf Würmer und Insekten spezialisiert haben, haben einen spitz zulaufenden Schnabel. Damit können sie prima im weichen Boden nach Nahrung bohren. Was ein Austernfischer am liebsten fängt, lernt er von seinen Eltern. Die bringen ihm nämlich die Nahrungssuche bei. Wenn er aber dann irgendwann doch mal etwas anderes verputzen will als zum Beispiel nur Miesmuscheln und Schnecken, ist das kein Problem. Der Schnabel der Austernfischer wächst nämlich immer weiter. Der Schnabel kann deshalb auch im Laufe des Lebens eines Austernfischers seine Form ändern und sich so an eine andere, neue Nahrungsquelle anpassen.
Was frisst der Austernfischer?
Jetzt wird es knifflig! Erkennst du, welche Schnabelform die Austernfischer haben und was sie wohl gern verspeisen?
Vogelschnabel-Feldbuch
Jetzt hast du schon einige der verschiedenen Formen von Vogelschnäbeln kennengelernt. Es gibt aber noch viele weitere zu entdecken. Probier es doch mal selbst aus! Beobachte die Vögel in deiner Umgebung und schau dir ihre Schnäbel ganz genau an. Dadurch erfährst du eine Menge über sie. Damit du deine Beobachtungen nicht vergisst, kannst du dir ein Feldbuch anlegen. In ein Feldbuch schreiben Forscher*innen ihre Beobachtungen und wichtige Entdeckungen.
Erstelle dein eigenes Feldbuch!
Du brauchst:
- ein leeres Heft
- bunte Stifte
- einen Bleistift
- ein Fernglas
So geht´s:
- Halte in der Natur nach Vögeln Ausschau.
- Hast du einen Vogel entdeckt? Versuche, ganz ruhig zu sein, und beobachte den Vogel. Welche Farbe(n) hat sein Schnabel? Was frisst er? Wo hält er sich gerne auf?
- Male den Vogel in dein Heft und schreibe bzw. zeichne deine Beobachtungen daneben.
Tipp: Wenn du dir bei deinen Beobachtungen unsicher bist oder sie gerne um weitere Infos ergänzen möchtest, kannst du dir die NABU-Vogelporträts anschauen. Dort findest du weitere Fakten über viele verschiedene Vogelarten.
Zugvögel im Wattenmeer
Vielleicht hast du ja im Herbst und Frühling schon mal Gänse in großen Formationen am Himmel fliegen sehen. Das ist ein Beispiel für Vögel, die je nach Jahreszeit in verschiedene Gebiete der Erde ziehen. Oft bleiben sie im Sommer in nördlichen Regionen, bekommen dort ihren Nachwuchs und ziehen dann, wenn es kälter wird weiter in den Süden in wärmere Gegenden. Im Frühjahr geht es dann zurück zu den Brutplätzen im Norden. Diesen Aufwand betreiben sie, weil es in nördlichen Regionen im Winter oft sehr kalt wird und deshalb keine Nahrung mehr zu finden ist.
Das Wattenmeer ist ein ganz besonderer Ort für die Zugvögel. Es liegt auf dem Zugweg vieler Arten und die Vögel finden dort einen ruhigen Ort mit viel Nahrung zum Ausruhen und Kraft tanken. Aber nicht jeder Zugweg ist gleich. Je nach Vogelart kann es große Unterschiede geben. Unten auf den Karten kannst du dir die Routen einiger Vogelarten ansehen.