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Tiere & Pflanzen

Meeressäuger

Meeressäuger wie Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale gibt es auch hier bei uns an den deutschen Küsten. Besonders die Nordsee ist das Zuhause von vielen Seehunden und Kegelrobben aber auch in manchen Regionen der Ostsee sind sie zu entdecken.  

Schweinswal

Erik Christensen, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Schweinswale sind die einzigen heimischen Wale Deutschlands und sie leben in der Ost- und Nordsee.  Sie sind ziemlich scheu, deshalb sind Sichtungen je nach Gebiet eher selten. In einigen Küstennahen Gegenden wie zum Beispiel rund um Flensburg, Sylt, Eckernförde und Kiel sind sie trotzdem an manchen Tagen zu beobachten. Um sich unter Wasser gut zu orientieren und Fische zum Fressen zu finden, haben sie einen zusätzlichen Sinn. Sie orientieren sich über sogenannte Echoortung, genau wie auch Fledermäuse. Dafür senden sie akustische Signale in ihre Umgebung, die dann an Hindernissen wie Felsen, Artgenossen oder auch Fischen abprallen. Das zurückgeworfene Signal nehmen die Tiere wahr und wissen so genau, wie ihre Umgebung aussieht oder wo gerade ein Fischschwarm umher schwimmt. Leider stören Schiffe die Echoortung oft, da sie so laut sind.

Schweinswal-Spiel

Wie findet der Schweinswal seine Nahrung? Finde es im Schweinswal-Spiel heraus!

Worum geht’s?

Schweinswale und andere Wale orientieren sich mithilfe ihrer Echo-Ortung. Dabei stoßen sie Laute aus, die auf andere Objekte oder Lebewesen treffen und zu so als Echo zu ihnen zurückgeworfen werden. So gehen sie auf Beutefang und sprechen mit ihren Artgenoss*innen.

Willst du auch mal probieren, dich wie ein Schweinswal zu orientieren?

Du brauchst:

  • eine Augenbinde
  • andere Kinder, die mitspielen wollen, am besten seid ihr eine Gruppe aus mindestens 10 Kindern

So geht’s:

  1. Alle Kinder halten sich an den Händen und bilden einen Kreis. Sie sind das Meer.
  2. Ein Kind geht in die Mitte und spielt den Schweinswal. Dem Kind werden die Augen verbunden.
  3. Zwei bis drei andere Kinder (je nach Gruppengröße) gehen in die Mitte und spielen Fische, die Beute des Schweinswals.

Runde 1: Echoortung

  1. Der Schweinswal versucht die Fische zu fangen, indem er sie mit der Hand anstupst. Er kann sich aber nur mit seinem Gehör orientieren. Dafür stößt er Klicklaute aus – das Kind sagt „Klick“. Die Fische müssen mit „Blubb“ antworten.
  2. Die Runde endet, wenn alle Fische gefangen wurden.

Runde 2: Fischernetz

  1. In der zweiten Runde kommt ein weiteres Kind in die Mitte. Es spielt ein Fischernetz. Der Schweinswal muss nun versuchen, die Fische zu fangen, ohne das Netz zu berühren. Das Kind, das das Netz spielt, darf aber nichts sagen oer herumlaufen.
  2. Die zweite Runde endet, wenn der Schweinswal alle Fische gefangen hat oder gegen das Fischernetz gelaufen ist.

Runde 3: Unterwasserlärm

  1. In der dritten Runde spielen die Kinder, die im Kreis stehen mit. Sie sind nun der Lärm, der unter Wasser durch zum Beispiel Schiffe, Bauarbeiten oder Bohrungen entsteht. Das heißt, die Kinder dürfen summen, tuten, trampeln, klatschen oder andere Geräusche machen. Der Schweinswal versucht wieder, alle Fische zu fangen.

Abschluss

  1. Überlegt euch: in welcher Runde, war es für den Schweinswal am einfachsten, die Fische zu fangen? Hast du einen Unterschied bemerkt? Was glaubst du, woran das gelegen hat?

Tipp: Wenn ihr viele Kinder seid (mehr als 15 oder 20) könnt ihr auch mit zwei Schweinswalen und sechs Fischen spielen.

Kegelrobbe

Kegelrobben leben hier bei uns an der Ostsee und der Nordsee. Mit etwas Glück sieht man sie in der Ferne auf einer Sandbank oder am Strand liegen. Auf den ersten Blick wirken die Tiere eher schwerfällig. Trotzdem sind sie die größten Raubtiere Deutschlands. Unter Wasser flitzen sie auf der Jagd nach Fischen nur so umher. Entdeckst du eine Robbe am Strand, gibt es ein paar Dinge, die du beachten musst. Denn Kegelrobben habe spitze Zähne und benutzen diese auch, wenn sie sich bedroht fühlen. Halte genügend Abstand, fasse die Tiere nicht an und verhalte dich ruhig. Hast du einen Hund dabei, leine ihn an und füttere die Robben auf keinen Fall.

Seehund

Seehunde sind die häufigsten Meeressäuger, die an unseren Küsten leben. Sie gehören zu den Robben, genauer gesagt zur Familie der Hundsrobben. Wenn sie nicht gerade im Wasser auf Nahrungssuche sind, liegen sie gerne auf Sandbänken oder an geschützten Küsten. Dabei sind die Gebiete, wo sie auf die Jagd nach Fischen gehen, oft viele Kilometer entfernt von ihrer bevorzugten Sandbank. Und nach so einer langen Wanderung heißt es dann oft für mehrere Tage: Ausruhen, Ausruhen, Ausruhen!

Kegelrobbe oder Seehund? Wer ist wer?

Jetzt weißt du schon einiges über die verschiedenen Meeressäuger an unseren Küsten. Aber woran erkennst du jetzt genau, wer sich da auf der Sandbank oder am Strand sonnt? Schweinswale sind gut von den anderen Meeressäugern zu unterscheiden. Bei Seehunden und Kegelrobben ist das aber schon etwas schwieriger. Die beiden Arten sind auch verwandt, sie gehören zur sogenannten Familie der Robben. Ganz gleich sind sie aber nicht. Seehunde sind deutlich kleiner und leichter als Kegelrobben. Kegelrobben können sogar bis zu doppelt so schwer sein!

Auch die Fellfarbe unterscheidet sich. Seehunde können ganz verschieden aussehen, egal ob mit Punkten, Ringen, hellem, braunen oder dunklem Fell. Kegelrobben haben entweder silbriges Fell mit dunkelgrauen Punkten oder helle Flecken auf dunklem Fell. Das wichtigste Merkmal ist aber der Kopf der Kegelrobben. Und das kannst du dir bestimmt gut merken, denn die Kopfform gibt den Kegelrobben ihren Namen. Ihr Kopf ist spitz zulaufend, also kegelförmig. Seehunde haben einen etwas runderen Kopf. Auch die Form der Nasenlöcher unterscheidet sich. Seehunde haben v-förmig angeordnete Nasenlöcher und Kegelrobben eher senkrechte.

Das waren jetzt viele Informationen auf einmal! Hier nochmal zusammengefasst:

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