Meeresschutz
Überdüngung
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Überdüngung bedeutet, dass es im Meer viel zu viele Nährstoffe gibt. Eigentlich sind diese Nährstoffe gut und wichtig. Sie werden von Pflanzen und Algen zum Wachsen gebraucht. Durch die Menschen gelangen aber viel zu viele Nährstoffe ins Meer und das ist schlecht. Die vielen Nährstoffe im Meer sind wie ein Superdünger, durch den kleine Mikroalgen besonders schnell und dicht wachsen. Sie treiben an der Wasseroberfläche und wachsen so dicht, dass sie kaum noch Sonnenlicht bis zum Meeresboden durchlassen. Dadurch bekommen die Pflanzen und Algen am Meeresboden zu wenig Licht und wachsen schlechter. Sie fehlen anderen Tieren dann als Nahrung oder Ort zum Verstecken.
Ein weiteres Problem entsteht, wenn die winzigen Algen irgendwann absterben. Sie sinken dann auf den Meeresgrund und werden dort von kleinen Bakterien abgebaut. Bei diesem Vorgang verbrauchen die Bakterien sehr viel Sauerstoff. Dieser fehlt dann anderen Tieren zum Leben und es entstehen sogenannte sauerstofffreie Todeszonen, in denen kein Leben mehr möglich ist.
Aber wie kommen die Nährstoffe nun ins Meer? Sie kommen meistens vom Land und werden über die Flüsse ins Meer transportiert. In der Landwirtschaft werden die Felder zum Beispiel mit Kunstdünger und Gülle gedüngt, damit die Pflanzen besser wachsen und mehr Erträge erbringen. Oft wird dabei aber so viel gedüngt, dass die Pflanzen die ganzen Nährstoffe aus dem Dünger gar nicht aufnehmen können. Wenn es regnet spült der Regen die übrig gebliebenen Nährstoffe dann aus dem Boden in die Flüsse.
Vor allem die Ostsee ist von der Überdüngung betroffen. Wie du vielleicht schon weißt, ist sie ein Binnenmeer, das fast vollständig von Festland umrahmt ist. Dort wird viel Landwirtschaft betrieben (also auch viel gedüngt). Es gibt viele Flüsse, die in die Ostsee münden und Nährstoffe mitbringen. Weil die Ostsee nur einen kleinen Zugang zum offenen Meer hat und es darum nur wenig Wasseraustausch mit dem offenen Meer gibt, sammeln sich in der Ostsee besonders viele Nährstoffe an.
Algenblüten
Algenblüten entstehen, wenn sich winzig kleine Algen, die meist Teil des Phytoplanktons sind, extrem schnell wachsen und vermehren. Das geschieht bei warmen Wassertemperaturen und wenn es viele Nährstoffe im Wasser gibt. Es gibt dann so viele dieser kleinen Algen auf einmal, dass es aussieht als würden große Teppiche im Wasser schwimmen. Manche sind sogar so groß, dass sie aus dem Weltall zu sehen sind. In dem Video erfährst du, wie Algenblüten entstehen.
Quelle: Max Planck Institute for Marine Microbiology
Wie entsteht Meeresschaum?
Wenn du schon einmal die Nordsee oder die Ostsee besucht hast, ist dir vielleicht der Schaum aufgefallen, den die Wellen ans Land spülen. Das hat nichts damit zu tun, dass irgendwer Seife ins Meer gekippt hat. Es ist auch ein Anzeichen für die Überdüngung der Meere. Meeresschaum entsteht durch ganz kleine Algen. Die sind so klein, dass du sie mit dem bloßen Auge gar nicht erkennen kannst. In dem Video erfährst du mehr über die Schaumalgen und wie sie den Meeresschaum erschaffen.
Quelle: Die Sendung mit der Maus, WDR