Meeresschutz
Überfischung
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Fische sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil des Nahrungsnetzes im Meer, sondern für viele Menschen auf der Welt auch ein beliebtes Nahrungsmittel. Auch in der Nord- und Ostsee wird gefischt. Mit verschiedenen Fangmethoden werden die Fische aus dem Meer geholt. Heutzutage wird in so großen Mengen gefischt, dass sich die Fischbestände teilweise nicht schnell genug wieder erholen können und zurückgehen. Es gibt immer weniger Fische. Einige Arten sind sogar schon ganz aus der Nord-und Ostsee verschwunden. Dadurch wird das Nahrungsnetz im Meer gestört. Manchen Tieren fehlt dann die Nahrung und andere Arten können sich mehr ausbreiten, weil zu viele räuberische Fische gefangen werden. So kommt das System aus dem Gleichgewicht.
Ein riesiges Problem ist auch der sogenannte Beifang. Fahren Fischer*innen raus aufs Meer, wollen sie meist nur eine bestimmte Fischart fangen und verkaufen. In den riesigen Netzen wird aber alles gefangen was im Wasser schwimmt. Oft wird der Großteil des Fangs gar nicht verwertet. Die Tiere sterben aber trotzdem in den Netzen und werden verletzt oder als Abfall einfach zurück ins Meer geworfen. Teilweise verfangen sich auch Meeressäuger wie Schweinswale in den Netzen. Schaffen sie es nicht, sich zu befreien und zum Luftholen an die Wasseroberfläche zu kommen, ersticken sie.
Für den Fischfang gibt es viele verschiedene Methoden, die sich je nach Fischart und Ort unterscheiden. Da gibt es zum Beispiel Stellnetze, die fest im Boden befestigt werden und dann offen in der Wassersäule schweben. Sie sind besonders für Schweinswale gefährlich, weil sie die Netze mit ihrer Echoortung nicht wahrnehmen können. Eine andere Methode sind Schleppnetze, die hinter einem fahrenden Schiff durchs Wasser oder über den Meeresboden gezogen werden.
Fischratgeber
Die Guter Fisch-Liste ist ein Fischratgeber der Verbraucherzentrale Hamburg. Sie gibt einen Überblick darüber, wie stark die Speisefische überfischt sind. Bei deinem Einkauf hilft sie dir zu erkennen, welchen Fisch du besser nicht kaufen und essen solltest.
Die Guter Fisch-Liste der Verbraucherzentrale Hamburg ist in Zusammenarbeit mit anderen Umweltverbänden entstanden. Beteiligt waren: Deutsche Umwelthilfe (DUH) | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (GEOMAR) | Naturschutzbund Deutschland (NABU) | Verbraucherzentralen | World Wildlife Fund (WWF)
Alternative zum Fischbrötchen
Als vegane Alternative zum Fischbrötchen können wir dir auch das Karotten-Lachs-Brötchen empfehlen. Probier’s doch mal aus!
Zutaten:
- 2-3 große Karotten (ca. 300 g)
- 2 EL Rapsöl
- 2 TL Sojasoße
- 1 EL Apfelessig
- 1 TL Ahornsirup
- 0,5 TL Rauchsalz
- 1 Blatt getrocknete Algen, z.B. Nori (optional)
- Brötchen (Zwiebel, Remoulade, Salat, Frischkäse…)
Zubereitung:
- Schäle die Karotten. Hoble sie mit einem Sparschäler oder Gemüsehobel der Länge nach in dünne Streifen. Lass dir hierbei von einem Erwachsenen helfen.
- Die Karottenstreifen in einen Dampfgar-Einsatz oder ein hitzebeständiges Sieb geben. Einen großen Topf mit etwas Wasser füllen und das Sieb mit den Karotten in den Topf hängen. Den Deckel draufsetzen und die Karotten etwa 5 Minuten dämpfen. Sie sollen weich, aber nicht matschig sein.
- Gegarte Karotten in eine Schüssel geben und ein wenig abkühlen lassen (aber nicht vollständig).
- Für die Marianade Rapsöl, Sojasoße, Apfelesseig, Ahornsirup, Rauchsalz und Algenblatt zusammenrühren und zu den noch warmen Karottenstreifen geben. Vorsichtig umrühren.
- Die Karotten in einen luftdichten Behälter umfüllen und fest verschließen. Mindesten eine Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Damit die Karotten die Aromen aufnehmen. Zwischendurch immer mal wieder schütteln.
- Jetzt kannst du dein Brötchen mit dem Karotten-Lachs belegen. Wenn du magst, kannst du es noch mit Remoulade, Frischkäse, Salat, Zwiebeln und worauf du sonst noch Lust hast, belegen.
Wie werden Meerestiere gefangen?
Bestimmt hast du schon einmal eine Person gesehen, die angelt. Beim Angeln fängt man für gewöhnlich einen Fisch nach dem anderen. Um damit eine große Menge an Fischen zu fangen, würde man ziemlich lange brauchen. Darum werden in der Fischerei Netze für den Fischfang eingesetzt. Die meisten sind riesengroß, um noch größere Mengen an Fisch zu fangen. Dabei geraten aber auch Seesterne, Muscheln, Krebse und Meeressäuger ins Netz. Das nennt man Beifang.
Die vielen großen Netze schaden den Meeren. Je nach Art, die gefangen werden soll, werden in Nord- und Ostsee unterschiedliche Fangnetze eingesetzt. Dazu gehören Schleppnetze, Grundschleppnetze und Stellnetze. Jedes Netz hat andere Auswirkungen auf die Umwelt.
Schleppnetz
Schleppnetze sind große (kegelförmige/trichterförmige) Netze, die hinter den Schiffen durchs Wasser gezogen werden. Dort fangen sie Schwarmfische, wie zum Beispiel Heringe. Schleppnetze haben eine gewaltige Größe und sind oft kilometerlang.
In ein Netz passen etwa fünf Fußballfelder hinein. Damit können ganze Fischschwärme gefangen werden. Die Maschen des Netzes sind oft sehr klein. Darum werden in Schleppnetzen auch viele andere Fischarten und auch Meeressäuger als Beifang gefangen.
Grundschleppnetz
Mit Grundschleppnetzen werden Fische gefischt, die nahe am Meeresboden leben, wie zum Beispiel die Flunder. Anders als das Schleppnetz wird das Grundschleppnetz nicht durchs freie Wasser, sondern über den Meeresboden gezogen.
Dabei wird der Boden regelrecht umgepflügt und es werden viele Algen und Pflanzen aber auch Tiere, die sich nicht vom Fleck bewegen können, wie zum Beispiel Seeanemonen, vom Netz verschluckt. Dadurch verlieren viele Tiere ihren Lebensraum.
Grundschleppnetze zerstören aber nicht nur Lebensräume, sondern verursachen auch viel Beifang. Sie sind nämlich sehr groß. Bis zu mehreren hundert Meter können sie lang sein. So können riesige Mengen an Fisch gefangen werden.
Stellnetz
Stellnetze werden im Wasser senkrecht aufgestellt, so dass sie eine Art Wand bilden. Dazu werden sie im Boden fest verankert, damit sie nicht wegtreiben, und an der Wasseroberfläche mit Bojen aufrecht gehalten. Stellnetze können bis zu 15 Kilometer lang sein.
Wenn du also die Länge eines Stellnetzes entlang laufen würdest, müsstest du auf einem Fußballfeld ganze 150 Mal von einem Tor zum anderen laufen! Die Netze sind für Schweinswale unsichtbar, weil sie sie mit ihrer Echoortung nicht wahrnehmen können. Darum verfangen sich auch immer wieder Schweinswale in den Netzen. Ohne Hilfe können sie sich meistens nicht daraus befreien. Sie gelangen dann nicht mehr an die Wasseroberfläche, um Luft zu holen, und ersticken. Aber auch Robben und Seevögel können sich in den Stellnetzen verfangen.