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Meeresschutz

Unterwasserlärm

Im Meer ist es ganz schön laut. Der meiste Lärm stammt von den Menschen und ihren Aktivitäten im Meer: Schifffahrt, Bau von Anlagen, Bohrungen nach Öl, Erforschung des Meeresbodens oder Sprengung von Minen und Waffen.

Diese lauten Geräusche nennt man Unterwasserlärm. Dieser ganze Lärm stört die Tiere im Meer. Besonders den Schweinswal, der bei uns in der Nordsee und der Ostsee zu Hause ist.

Schweinswale orientieren sich mit ihrem Gehör. Ist es zu laut, finden sie keine Nahrung und wissen nicht mehr wo sie sind. Finde im Schweinswal-Spiel heraus, wie schwer der Schweinswal es durch den Unterwasserlärm hat.

Worum geht’s?

Schweinswale und andere Wale orientieren sich mithilfe ihrer Echo-Ortung. Dabei stoßen sie Laute aus, die auf andere Objekte oder Lebewesen treffen und zu so als Echo zu ihnen zurückgeworfen werden. So gehen sie auf Beutefang und sprechen mit Artgenoss*innen.

Willst du auch mal probieren, dich wie ein Schweinswal zu orientieren?

Du brauchst:

  • eine Augenbinde
  • andere Kinder, die mitspielen wollen, am besten seid ihr eine Gruppe aus mindestens 8 Kindern

So geht’s:

  1. Alle Kinder halten sich an den Händen und bilden einen Kreis. Sie sind das Meer.
  2. Ein Kind geht in die Mitte und spielt den Schweinswal. Dem Kind werden die Augen verbunden.
  3. Zwei bis drei andere Kinder (je nach Gruppengröße) gehen in die Mitte und spielen Fische, die Beute des Schweinswals.

Runde 1: Echoortung

  1. Der Schweinswal versucht die Fische zu fangen, indem er sie mit der Hand anstupst. Er kann sich aber nur mit seinem Gehör orientieren. Dafür stößt er Klicklaute aus – das Kind sagt „Klick“. Die Fische müssen mit „Blubb“ antworten.
  2. Die Runde endet, wenn alle Fische gefangen wurden.

Runde 2: Unterwasserlärm

  1. In der zweiten Runde spielen die Kinder, die im Kreis stehen mit. Sie sind nun der Lärm, der unter Wasser durch zum Beispiel Schiffe, Bauarbeiten oder Bohrungen entsteht. Das heißt, die Kinder dürfen summen, tuten, trampeln, klatschen oder andere Geräusche machen. Der Schweinswal versucht wieder, alle Fische zu fangen.

Abschluss

  1. Überlegt euch: in welcher Runde, war es für den Schweinswal am einfachsten, die Fische zu fangen? Hast du einen Unterschied bemerkt? Was glaubst du, woran das gelegen hat?

Tipp: Wenn ihr viele Kinder seid (mehr als 15 oder 20) könnt ihr auch mit zwei Schweinswalen und sechs Fischen spielen.

So klingt es unter Wasser

Das Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhafen hat eine Unterwasser-Horchstation in der Antarktis. Sie heißt PALAOA und lauscht schon seit 2006 rund um die Uhr den Geräuschen im antarktischen Weddelmeer. Du kannst dir hier einige der aufgenommenen Geräusche anhören. Das Rauschen im Hintergrund ist ganz normal, das ist der natürliche Hintergrundschall des Südpolarmeers. Dazu kommen auf den Aufnahmen aber weitere Geräusche wie von Tieren oder Schiffen.

Hör mal rein und achte vor allem auf die Unterschiedlichkeit der Klänge!

Schiffsgeräusche

Quelle: Alfred-Wegener-Institut / PALAOA (CC-BY 3.0 Unported)

Kollidierende Eisberge

Auf ihrem Weg durch das Meer krachen Eisberge immer wieder ineinander. Das macht auch unter Wasser ganz schön Lärm!

Quelle: Alfred-Wegener-Institut / PALAOA (CC-BY 3.0 Unported)

Blauwal

Blauwale sind die größten und schwersten der uns bekannten Tiere auf der Erde. Sie werden über 20 Meter lang und wiegen mehr als 200 Tonnen. Unter Wasser orientieren und kommunizieren sie über Geräusche.

Quelle: Alfred-Wegener-Institut / PALAOA (CC-BY 3.0 Unported)

Buckelwal

Auch Buckelwale nutzen Geräusche, um sich miteinander zu verständigen und sich zu orientieren. Hier kannst du so einem Buckelwal-Gesang lauschen.

Quelle: Alfred-Wegener-Institut / PALAOA (CC-BY 3.0 Unported)

Weddelrobbe

Die Weddelrobbe ist eine der häufigsten Robben in der Antarktis. Sie stößt unter Wasser viele verschiedene Laute aus. Einige hören sich wie ein Klicken an, andere wie Kanarienvögel. Sie nutzt auch Ultraschalltöne, was nur Robben können.

Quelle: Alfred-Wegener-Institut / PALAOA (CC-BY 3.0 Unported)

Geheimnisvolle Klänge

Von diesem dunklen Ton wissen nicht ein mal die Forschenden, woher er stammt. Klar ist aber, dass kein Schiff in 1.000 km Umkreis war. Spannend, oder?

Quelle: Alfred-Wegener-Institut / PALAOA (CC-BY 3.0 Unported)

Stiller Ozean

Quelle: Alfred-Wegener-Institut / PALAOA (CC-BY 3.0 Unported)

Hörspiel zum Unterwasserlärm

Hört euch mal an, was Jaques vom Deutschen Meeresmuseum euch über den Unterwasserlärm zu erzählen hat! Klick mal hier!